Sind Ihre Kinder online? So schützen Sie sie!

Sind Ihre Kinder online? So schützen Sie sie!

Kindern im Alter von 4 oder 5 Jahren fällt es teilweise einfacher im Internet zu surfen als manch Erwachsenen. Viele Eltern befinden sich in einer Situation, in der sie die Online-Erfahrung ihrer Kinder nicht einschränken wollen, da sie unzählige Möglichkeiten fürs Lernen, Unterhaltung und Kommunikation bieten - aber leider auch unzählige Möglichkeiten für Missbrauch und Mobbing. Was können wir als Eltern tun, um für unsere Kinder eine sicherere und bessere Online-Umgebung zu gewährleisten? Wir haben eine Liste mit Tipps zusammengestellt, die Dir dabei helfen sollen.

Was sind die Gefahren?

Von Cybermobbing bis zu Identitätsdiebstahl oder Online-Scam ist die Liste ziemlich beängstigend. Seit dem Beginn des World Wide Web selbst, gibt es Versuche diese Technologie mit böswilliger Absicht zu verwenden, und da zudem Kinder früher und früher in die virtuelle Welt eintreten, wird dies zu einem wachsenden Problem. Ein Erwachsener wird den Unterschied zwischen einer gefälschten Website oder einem gefälschten Instagram-Profil eventuell noch erkennen können, Kinder hingegen sicherlich nicht. Ein 4-Jähriger kann über ein x-beliebiges Video stolpern während er eine Kindersendung auf YouTube sieht, während ein 14-Jähriger von einem Cybermobber auf Facebook bedroht werden könnte. Im Worst-Case-Szenario könnte so eine Online-Masche zur tatsächlichen Entführung eines Kindes führen.

Mit Kindern über mögliche Gefahren sprechen?

Dies muss die neue Art der Aufklärung werden - eine Notwendigkeit, die sowohl dem Elternteil als auch dem Kind unangenehm sein kann. Aber warum ist es so wichtig, so früh wie möglich über Online-Sicherheitsfragen mit dem Kind zu sprechen? Diese Gespräche helfen dem Kind nicht nur, ein besseres Verständnis für die Gefahren zu entwickeln, die das Internet möglicherweise birgt, sondern helfen dem Elternteil auch, Kontrollen zu implementieren, um später eine sicherere Online-Präsenz zu gewährleisten.

 Wie verwalten Sie die Online-Präsenz eines Kindes?

Der gesündeste Ansatz besteht darin, das Alter des Kindes zu berücksichtigen und zu akzeptieren, dass es keine bewährte Strategie gibt, alle Bedrohungen auszuschließen.

Bei Kleinkindern und Vorschulkindern kann es evtl. einfach sein, den gesamten Internetzugang zu überwachen. Wenn Du das Kind alleine browsen lässt, kannst Du den "Eingeschränkten Modus" von YouTube aktivieren (um sicher zu stellen, dass keine Videos angezeigt werden, die als unangemessen gekennzeichnet wurden) und Kindgerechte Browser oder Suchmaschinen verwenden. Es kann auch hilfreich sein, eine PIN für Apps mit In-App-Käufen zu verwenden, da kleine Kinder eine Zahlung initiieren können, ohne es zu merken. Es gibt sogar Tablets speziell für die Jüngsten, die nur die grundlegenden Browser-Apps und die integrierte Kindersicherung haben.

10-Jährige benötigen einen völlig anderen Ansatz, da sie bereits ein grundlegendes Verständnis von Online-Bedrohungen haben, aber immer noch nicht die Nuancen erkennen könnten. Bei ihnen ist es wichtig, über alle möglichen Szenarien zu sprechen, damit sie die Wichtigkeit Deiner Vorsichtsmaßnahmen lernen zu verstehen. Erst dann werden sie feststellen, dass Du zum Beispiel durch die Überwachung ihres Browserverlaufs nicht in ihren persönlichen Bereich eindringst, sondern ihnen hilfst, in Sicherheit zu bleiben.

Teenager sind hauptsächlich in Sozialen Netzwerken unterwegs und teilen private Inhalte. Dies macht die sozialen Netzwerke zum idealen Ort für Cybermobbing und Online-Betrug. Messaging-Apps sind der perfekte Nährboden für diese Art von Missbrauch und es ist äußerst wichtig, sie genau zu überwachen. Vor allem, wenn Du ein verändertes Verhalten bemerkst - dies kann ein Signal sein, dass in der Online-Präsenz Deines Kindes etwas nicht stimmt.

Das Überprüfen von Nachrichten scheint übertrieben zu sein, aber um sicherzustellen, dass nur Freunde und Klassenkameraden auf der Freundes-Liste sind, kann Schlimmeres im vornherein verhindern. Es geht darum, eine offene Konversation zu führen - zu erklären, warum das Melden von Cyberbullies vielen Kindern helfen kann und sie keine Scham davor haben.

Aufklärung beginnt Zuhause

Selbst wenn Du das strengste Kindersicherungssystem nutzt und alle Geräte zu Hause sowie Mobiltelefone überwachst, wirst Du die Online-Präsenz Deiner Kinder niemals vollständig im Griff haben können. Du wirst Deine Kinder nicht schützen können, wenn Du dir nicht die Zeit nimmst, mit ihnen zu sprechen. Probleme der Privatsphäre können viele Formen annehmen, daher ist es wichtig, sie sowohl in der Schule als auch zu Hause offen zu diskutieren. Heutzutage gibt es viele Schulprogramme, die sich auf Cyberbedrohungen konzentrieren, aber um sicherzustellen, dass Kinder in allen Aspekten ihres Lebens sicher sind, ist es die Pflicht jedes Elternteils aufzuklären - selbst scheinbar unschuldige Internetaktivitäten sollten nicht vernachlässigt werden. So wie Du deine Kinder fragst "Wie war dein Tag in der Schule?", Kannst Du auch fragen "Wie läuft es so online?". Und je mehr Deine Kinder Dir vertrauen, desto besser!