10 wichtige Schritte zum Schutz Deiner Online Privatsphäre

10 wichtige Schritte zum Schutz Deiner Online Privatsphäre

Weißt du, wie viele Daten über Dich jeden Tag online gehen? Wie oft überprüfst Du Deine Datenschutzeinstellungen? Installierst du Apps und klickst einfach auf "Alle akzeptieren" und kommst nie wieder zu den App-Einstellungen, um zu sehen, was du freigegeben hast?

Im Zuge massiver Datenbrüche wie dem Equifax-Skandal müssen wir unsere Online-Privatsphäre mehr denn je schützen. Du wirst überrascht sein, auf wie viele Arten Hacker stehlen können und Werbetreibende Deine persönlichen Daten kaufen können.

Egal, ob Du Dir Gedanken über Identitätsdiebstahl machst oder einfach nicht darüber nachdenkst, dass andere Personen jeden Deiner Schritte verfolgen, Du kannst Maßnahmen treffen, um Deine privaten Daten geheim zu halten. Keine Sorge, dafür musst Du nicht alle Deine Konten löschen und im Wald leben. Hier sind zehn Schritte, die Du jetzt ergreifen kannst, um Deine Online-Identität zu kontrollieren.

1. Erstelle starke Kennwörter
Alle Deine digitalen Geräte sollten Kennwörter haben - Computer, Smartphones, Tablets, jedes Gadget, das Du verwendest und auf dem persönliche Daten gespeichert sind. Wenn es gestohlen wird, stellt es eine große Quelle von persönlichen Informationen zur Verfügung, wenn es nicht Kennwort-gesichert ist.

Dies gilt auch für Deine Online-Konten. Fast alle benötigen Passwörter, und Du solltest starke Kennwörter wählen - verwende nicht Deinen Namen, Geburtsdatum, ID-Nummer oder den Namen Deines Haustiers. Und verwende nicht dasselbe Passwort für mehr als eine Website, um einen möglichen Datenverlust so gering wie möglich zu halten. Du solltest Deine Passwörter auch regelmäßig ändern.

2. Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung
Diese Einstellung schützt bestimmte Konten, selbst wenn jemand Dein Passwort erhält. Jedes Mal, wenn Du Dich anmeldest, muss ein spezieller Code der nur für wenige Sekunden gültig ist eingegeben werden. Diese Authentifizierung schützt Deine Konten zuverlässig. Es könnte zwar zeitaufwendig sein, aber wenn Du es ernst meinst mit der Privatsphäre, solltest Du Dich dafür anmelden.

3. Vorsicht vor öffentlichen WLAN
Ja, kostenloses WiFi in Deinem lokalen Café oder Restaurant ist praktisch, aber Du weißt nicht, wer diesen Internetverkehr beobachten kann. Solltest Du es dennoch nutzen, achte darauf keine sensiblen Daten zu übermitteln.

4. Ändere Deine Heimnetzwerkeinstellungen
Ändere sofort die Standardkennwörter für alle mit Deinem Heimnetzwerk verbundenen Geräte, insbesondere Deinem Router. Wenn er gehackt wird, kann der Router jemandem Zugriff auf alles geben, womit er verbunden ist.

5. Verwende RFID-Blocker
Eine neue Methode des Diebstahls Deiner Daten mit der Bezeichnung RFID-Skimming bedeutet, dass ein Dieb mit einem Kartenleser Deine Kreditkartendaten im vorbeigehen stehlen kann. Mit einem RFID-Blocker bleibt Dein Geldbeutel geschützt.

6. Verwende Webcam Abdeckungen
Hacker können innerhalb von Sekunden auf Deine Webcam zugreifen, indem sie eine Zwanzig-Dollar-Software verwenden, die sie bei Google gefunden haben. Da bieten Firewalls und Virenschutzprogramme auch keinen ausreichenden Schutz. Eine Hardware-Lösung wie eine Webcam-Abdeckung bietet den effektivsten Schutz für Kameras auf Laptops, Smartphones und Tablets.

7. Sei vorsichtig in den sozialen Medien
Überleg Dir gründlich, was Du online teilst. Auch wenn Du vielleicht nur einen kleinen Freundeskreis in Deinem Netzwerk hast, kann jeder noch so belanglose  Post von Dir zu verschiedenen Themen ein größeres Publikum haben als Du denkst. Sei besonders vorsichtig beim Ausfüllen von Formularen oder beim teilen von Beiträgen, in denen Du jeden wissen lässt was Du gerade machst, wo Du gerade bist und wer bei Dir ist.

8. Halte Deine Software auf dem aktuellen Stand
Stellen sicher, dass Dein Betriebssystem auf dem neuesten Stand bleibt, egal wie nervig die Updates sind. Erlaube Updates auf all deinen Geräten, um sie sicher zu halten. Gleiches gilt für Downloads. Lösche Dateien, wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du sie tatsächlich runter geladen hast.

9. Vermeide Scam Inhalte
Stelle beim Installieren neuer Software oder Apps auf Deinen Geräten sicher, dass Du der Quelle vertraust. Wenn Du nicht herausfinden kannst, wer hinter dem Download steckt, solltest Du es besser nicht herunterladen.

10. Achte auf Deine Opt-Ins
Wenn Du etwas herunterlädst, lesen die entsprechenden Opt-In Hinweise. Ein einfaches Online-Spiel möchte möglicherweise Zugriff auf Deine Medien, Kontakte und Kamera. Du kannst zu den Einstellungen gehen und bestimmte Arten der Datensammlung vermeiden. Für andere Apps sind sie möglicherweise erforderlich. Überlegen also genau, ob Sie diese App wirklich nutzen möchtest. Und bleibe wachsam mit Updates, da einige Deine Einstellungen auf die Standardeinstellungen zurücksetzen und alle Deine sorgfältige Datenschutzarbeit rückgängig machen können.

Weitere hilfreiche Tipps:

11. Abmelden von E-Mail-Newslettern, die Dich nicht interessieren.
12. Öffne niemals E-Mail-Anhänge von unbekannten Absendern.
13. Vermeide die Verwendung von Google oder Facebook, um Dich bei Websites anzumelden.
14. Melde Dich von Deinem Konto ab, anstatt nur das Browserfenster zu schließen.

Für den einen oder anderen mögen diese Vorschläge etwas zu weit gehen, allerdings helfen Dir genau diese Tipps um Deine digitale Privatsphäre zu schützen.